«Schreiben ist für mich ein Heilraum, ein Tanz zwischen bewegt werden und zur Ruhe kommen. Es ist Abenteuer und Einkehr zugleich.»
Es gibt eine Zeit, die nicht mehr ganz zum ausklingenden Jahr und doch noch nicht zum neuen gehört. Es ist die Zeit zwischen den Jahren. Wir befinden uns in einem Übergang, bringen das eine oder andere noch zuende und blicken auf das Kommende – mit Vorfreude, Spannung, mit Neugierde oder auch bangend. Das Nichtwissen begleitet uns dabei. Ich habe dieses Nichtwissen die letzten Monate als Begleitung schätzen gelernt.
Ich durfte ein paar mal mir nahe stehende Menschen in grösster Not unterschiedlichster Art zur Seite stehen. Mein Nichtwissen in der jeweiligen Situation war ein Geschenk – nicht zuletzt an mich selbst. Ich hatte keine Konzepte zur Hand und dies nötigte mich, ganz in der Präsenz zu bleiben. Mir ist dabei aufgefallen, dass ich im nichtwissenden Modus nicht urteile oder belehre, nicht werte oder mich über jemanden erhebe – dass ich lediglich meine offene Hand ausstrecke und Angebote mache. Diese sind bedingungslos, also ohne Erwartung an das Gegenüber.
Aus dem Artikel: «Es gibt Klänge, die berühren unseren Wesenskern und tragen uns unvermittelt weg. Klangschalen haben ein viel reicheres Spektrum an Obertönen als europäische Musikinstrumente und können dadurch ein grösseres Spektrum an Resonanzen in uns berühren. (1) Die Schwingungen von Klangschalen und Stimmgabeln sind sehr fein und doch wirkungsvoll. Die Wasseranteile im Körper reagieren seismorafisch auf Schwingungen, nehmen sie auf und stossen Prozesse an. Dieses Klangerleben knüpft in unserem Kulturkreis kaum an alte Erinnerungen an und so wird kein Anker in musikalische Anekdoten geworfen. Es entstehen beim Erleben eigenständige, neue Verbindungen in uns. Klangreisen können somit Türöffner zu verborgenen Anteilen unseres Selbst sein. […]
Ein wohlgestimmter Eigenklang ist ein Tor, damit sich etwas in uns entfalten kann, aus dem heraus wir kreativ werden und unser Potential leben. Es ist das Tor, durch das wir in Verbindung mit uns selbst finden, fern aller Konditionierung, und aus dem wir genährt werden. Der Eigenklang ist das Kraftwerk für unsere freie, schöpferische Energie. Es ist der Ort in uns, von dem aus wir freudvoll mit unserer Essenz verbunden der Welt begegnen. Er fordert zuweilen Stille in uns, damit er wahrgenommen werden und sich ausbreiten kann.» zum Artikel
7. Mai 2025, manova.news
Aus dem Artikel: «Dem Riss verdanke ich schlussendlich das Wagnis, neue Wege zu gehen. Der erste Schritt war die Entscheidung, nicht mehr etwas zu bekämpfen, sondern meine Aufmerksamkeit und daraus folgend mein Tun auf die Gesetze der Resonanz auszurichten. Ich wollte meine Energie nicht mehr auf die sich immer absurder drehende Außenwelt richten. Die permanente Beschäftigung damit lähmt die kreierende Kraft, die uns allen innewohnt. Da ich begann, mich anders auszurichten, also neue Affinitäten entwickelte, drangen vermehrt Dinge anderer Felder in mein Leben. Und einmal angefangen, diese neuen Welten willkommen zu heißen, öffnen sich immer weitere Sphären, die mir Ungeahntes offenlegen, mich weiter beschenken. Hinter jeder bis dato verschlossenen Tür warten zehn weitere auf mich, die von mir geöffnet werden möchten.
Ich habe mich entschieden, einen radikalen Sprung nach innen zu wagen und mich möglichst wenig an meinen Rändern zu bewegen. Ich nehme mich und meine Bedürfnisse ernst, bin dadurch vermehrt im Kontakt mit meinem Wesenskern. Seit diesem Sprung trage ich die Verantwortung für mich anders und wachse in ein reichhaltigeres Lebensgefühl hinein. „Intim“ bedeutet „innerlichst“ und ist also den Rändern am fernsten. Ja, ich habe meine intime Beziehung zu mir selbst weiterentwickelt und lebe sie immer mehr nach außen. Am wichtigsten ist mir dabei, dass ich von innen berührt werde, noch besser, dass ich mich von innen berühren lasse. Immer wieder aufs Neue. Dies ist manchmal nicht einfach und schon gar nicht schmerzfrei zu haben.» Zum Artikel
On the eve of healing
On the eve of healing
an alien force hit me
and settled down
but this could not stop me
On the eve of healing
I felt my power strengthen
to trust in the truth of my body
On the eve of healing
I took decisions
as my journey went on
for unknown grounds
(2020)
Fotocredits ©: Andreas Hagenbach, Kathrin Anne Borer